Ico Parisi, eine der ikonen des italienischen designs, wird teil der Cassina-Kollektion i Maestri

Ico Parisi kehrt mit einer Einrichtungskollektion aus dem historischen Archiv des Unternehmens und privaten Aufträgen für nie in Serie gefertigte Modelle in den Cassina-Katalog zurück.

Dank einer sorgfältigen philologischen Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die in Zusammenarbeit mit Roberta Lietti, der Kuratorin des Design-Archivs von Ico Parisi, durchgeführt wurde, lässt das Unternehmen die Ursprünge der lebendigen Wohnkultur der 1950er Jahre wiederaufleben.
Nach Franco Albini und Marco Zanuso war Ico Parisi der dritte italienische Maestro, der Teil der Cassina-Anthologie I Maestri wurde, die den Neuauflagen der großen Meister der Architektur des 20. Jahrhunderts gewidmet ist.


Die von Ico Paris in den 1950er Jahren kreierten Einrichtungsgegenstände, die sich durch die Qualität der verwendeten Materialien, eine gekonnte Verwendung geschwungener Linien und die räumliche Präsenz mit starker ästhetischer Wirkung auszeichneten, werden heute von Cassina mit derselben renommierten Methodik, der Kultur des Know-hows und fortschrittlichsten Technologien neu aufgelegt, wobei der ursprüngliche Entwurf selbstverständlich gewahrt wird. Das Unternehmen hat in der Tat eine wichtige philologische Arbeit geleistet, bei der Originaldokumente, Prototypen und existierende Modelle analysiert wurden, um eine Kollektion in die Produktion zu bringen, die die Arbeitsweise der traditionellen Schreinerei mit modernsten industriellen technischen Lösungen verbindet.
Als Zeichen der Authentizität trägt die gesamte Kollektion das Logo und die Unterschrift des Meisters sowie eine fortlaufende Nummerierung, eine Art Ausweis für jedes Stück.

Ico Parisi, Architekt, Designer, Grafikdesigner, Fotograf, Filmregisseur, Bühnenbildner und Maler sizilianischer Abstammung, lebte und arbeitete zwischen Como und Mailand. Seine Karriere begann in frühen Jahren im Architekturbüro von Giuseppe Terragni, im Zentrum der architektonischen und künstlerischen Avantgarde Comos und Mailands.
In den 1950er Jahre begann Parisi dann eine langjährige Zusammenarbeit mit Cesare Cassina: 1954 debütierten sie mit dem Sessel 813, der mit seiner umhüllenden Form und den kurvigen Motiven auch als „Egg“ in die Geschichte einging.
Parisi war nicht nur einer der Top-Designer von Cassina, sondern auch derjenige, der die Ausstellungsräume in Meda und Rom gestaltete und für die Gestaltung des Katalogs des Unternehmens verantwortlich zeichnete.

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The Cassina Perspective 2020

Barbara Lehmann

Historical Archives Curator

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Der Sessel 875 wurde aus den Archiven von Cassina ausgegraben: Der 1960 von Ico Parisi für Cassina entworfene Sessel ist einladend, streng und elegant.

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The Cassina Perspective 2020
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The Cassina Perspective 2020
The Cassina Perspective 2020

Die Kreation dieses Sessels ist Ausdruck der für Ico Parisi so typischen Freude am Experimentieren und so entstand ein Sessel, der klassisch und modern zugleich ist. Seine gediegene Erscheinung wird durch den Kontrast der verwendeten Materialien abgeschwächt, und obwohl er klassische Konnotationen hat, ist er zugleich eklektisch, innovativ und passt sich in jeden Kontext ein.


Die Struktur des Sessels 875 war ursprünglich mit geschnittenem Schaumgummi gepolstert und scharfkantig, heute ist er dagegen mit einer Polsterung aus Polyurethanschaum versehen, um seine lineare Form zu bewahren. Sowohl die Rückenlehne als auch die Sitzfläche sind mit Stoff aus den Cassina-Kollektionen gepolstert, ebenso wie die abnehmbaren Kissen. Die bogenförmigen Stützen, die sein definiertes Profil betonen, sind in gebürstetem Nickel, glänzendem oder goldglänzendem Chrom oder Anthrazit in glänzender oder matter Ausführung erhältlich.

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The Cassina Perspective 2020

Roberta Lietti

Curator, Archivio Ico Parisi

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Der Tisch Olimpino wurde ursprünglich 1955 von Parisi für eine Villa in der Nähe von Como entworfen

DesignIco Parisi

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Das Forschungs- und Entwicklungszentrum von Cassina hat eine gründliche Studie des ursprünglichen Modells durchgeführt, um dieses einzigartige Projekt industriell zu produzieren. Er ist gekonnt gestaltet mit mutigen Formen, die ihn gut erkennbar machen. Die dünne Rohrstruktur aus Metall des Tisches Olimpino trägt eine rechteckige Glasplatte aus nur einem Stück, welche den Blick auf die darunter liegende gegliederte Metallstruktur freigibt.


Die beiden tragenden Tischbeinpaare, die sich durch die typische Y-Form auszeichnen, haben innere Oberarme, die zusammenlaufen und sich unter der Tischplatte vereinigen, während die äußeren Arme auseinanderlaufen, um sie zu blockieren und sie elegant zu halten; eine doppelte Querstange verbindet die Beine miteinander und teilt sich an den Enden, um ein doppeltes V zu bilden. In seiner Einzigartigkeit wird der Tisch definiert durch die eleganten hölzernen pfeilförmigen Tischfüße, die mit dem Metall der Tischbeine und der Querstange kontrastieren.

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The Cassina Perspective 2020

Roberta Lietti

Curator, Archivio Ico Parisi

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PA' 1947, eine Konsole mit einer geometrischen und eleganten Form, zeugt von Cassinas hoher Handwerkskunst

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Diese Konsole aus Massivholz wurde 1947 entworfen und in zahlreichen Projekten verwendet, unter anderem auch im Haus von Parisi selbst. Der Name dieser Neuauflage ist auch eine Hommage an den Spitznamen von Paris, PA', d.h. der mit einem Apostroph abgekürzte Anfang seines Nachnamens in Anerkennung seiner Vaterrolle in Bezug auf die Bewegung Moderno Comasco.
Die Entwurfsidee stammt von ein paar wenigen Linien, die auf ein Blatt Papier gezeichnet wurden:


eine horizontale gerade Linie und zwei schräge Linie, mit denen eine harmonische und gespannte Struktur definiert wurden, mit nahezu perfekten Proportionen und organischem Aussehen. Die Teile vereinen sich und treten in einer fließenden und kontinuierlichen Weise miteinander in einen Dialog, um eine raffinierte und ausgewogene Konsole von extremem Wiedererkennungswert zu schaffen, die sich perfekt für alle Räume des Hauses eignet. Cassina ist es gelungen, das Herzstück dieses Projekts zu bewahren und in Wert zu setzen unter Einsatz der typischen handwerklichen und industriellen Verfahren der Schreinerei des Unternehmens, auf die auch Parisi vertraute.

Die rechteckige Ebene hat an den beiden längeren Seiten in der Nähe der Enden vier gerade eingekerbte Aussparungen, in die, fast wie Gelenke, die Spitzen der oberen Arme der schlanken Beine mit der charakteristischen divergierenden Y-Form eingeschraubt sind, die paarweise durch einen kleinen geformten Querbalken verbunden sind. Das Gleichgewicht wird durch die Einfügung von zwei schrägen Elementen aus gedrechseltem Massivholz organisch verstärkt, die, diagonal mit der Schwelle verbunden, in den Unterboden passen.

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Barbara Lehmann

Historical Archives Curator

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